Im Gegensatz zu Vorlesungen sind Seminare Veranstaltungen in der Größe einer Schulklasse (ca. 25 Leute). Das Ziel solcher Veranstaltungen ist es, den Lehrstoff durch offene Diskussionen in einer kleinen Gruppe lebendiger zu vermitteln und so tiefer in die Thematik einzudringen.

Besonders wichtig hierfür ist eine frühe Anmeldung. Auf Grund der begrenzten Teilnehmerzahl sollte man sich möglichst früh bewerben, da man sonst keinen Platz bekommt. Bei Pflichtseminaren kann das besonders ärgerlich sein, wenn man es erst ein oder sogar zwei Semester später machen kann. Die Anmeldungen beginnen bereits in den letzten Wochen des vorigen Semesters. Also ist es ratsam, sich schon während der Klausurphase (oder schon früher) über das Angebot und die Anmeldeprozedur des jeweilligen Lehrstuhls zu informieren. die kann nämlich für jeden Lehrstuhl ein bisschen variieren. Für die meisten Seminare an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät muss man neben der vorgegebenen Anmeldung, die auf der Seite des Lehrstuhls zu finden ist, einen Lebenslauf, eine Begründung warum man das Seminar besuchen möchte und eine Liste der bereits besuchten Veranstaltungen als Bewerbung einreichen. Einen Bescheid über eine erfolgreiche Ausfnahme in das Seminar bekommt man ein paar Wochen vor Beginn des Seminars. Das kann aber von Lehrstuhl zu Lehrstuhl abweichen.

Typisch für Seminare ist außerdem die Anfertigung einer Hausarbeit in der der Länge von ca. 12 Seiten. Je nach Veranstaltung können diese auch ca. 25 Seiten lang sein. Hausarbeiten werden entweder in kleinen Gruppen oder einzeln angefertigt und müssen am Ende vor der Seminargruppe präsentiert werden. Im Anschluss an eine solche Präsentation findet (idealerweise) eine Diskussion mit dem Professor/Dozenten und den anderen Teilnehmern des Seminars statt. Oftmals müssen die Teilnehmer aber auch schon kurz nach Beginn der Hausarbeit eine Zwischenpräsentation halten, in der sie den bisherigen sowie den weiteren geplanten Verlauf vorstellen. Daraufhin bekommt man Input (oftmals auch Kritik) vom Professor/Dozenten in Bezug auf Umfang und Richtung der Arbeit.

Auch das Format der Seminare kann variieren. Zum einen gibt es normale Seminare, die regelmäßig jede Woche zu einem bestimmten Zeitpunkt stattfinden, wie Vorlesungen. Diese dauern ca. 1,5 Stunden. Zum anderen gibt es Blockseminare. Hier hat man nur 2 bis 4 Termine pro Semester. Dafür ist ein Termin bzw. eine Veranstaltung ca. einen halben bis einen ganzen Tag lang. was sehr anstrengend sein kann. Also seid gut ausgeschlafen bevor ihr euch in so ein Blockseminar begebt.

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